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Kalte Leidenschaft

Und schon ist auch Halloween vorbei. Passend dazu - wie ein kalter Hauch - die Minusgrade. Ich konnte gar nicht schnell genug die Außenwasserhähne abstellen, was wahrscheinlich übervorsichtig war, und empfindliche Kübelpflanzen ans Haus, in geschützte Ecken ziehen, was wiederum wahrscheinlich heute Nacht zu wenig war.

Aber die Fahrt heute Morgen durch eine mit Raureif überzogene Landschaft entschädigt. Die Sonne ging gerade auf und brachte alles zum Glitzern. Leider war ich auf dem Weg zur Arbeit. Ach, ich hätte fahren und fahren können - irgendein schöner Ausflug, vielleicht ein geschenkter Tag am Meer. Aber nein, ich fahre ins Büro. Und jetzt sitze ich hier. Vielleicht sollte ich doch einmal schwach werden - eines Tages.

 

Der Hang zur Disziplin kämpft in mir mit zunehmendem Alter gegen eine gewisse Genusssucht (mit drei "s" sieht das jetzt wirklich komisch aus). Ersteres muss anerzogen sein, das Carpe-Diem-Gefühl ist in mir und nimmt immer mehr Besitz von mir. Montags bis freitags behindert dieser Konflikt meinen Alltag. Ist das schon der Anfang einer gespalteten Persönlichkeit? Nein, ich glaube fest daran, das es der ganz normale Wahnsinn ist. Punkt. Aus.

Zurück zur Disziplin und in froher Erwartung des Wochenendes. Das beabsichtige ich mit Anbringen von Jalousien und Rollos und Zusammenbauen von Möbeln zu verbringen. Unglaublicherweise bedeutet das für mich Genuss. Es wird mir immer klarer, dass ich doch nicht ganz normal bin.

3.11.06 09:19


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Weltbewegendes

Zwei Dinge bewegen mein heutiges Universum:

1. Die Herrentoilette ist offenbar verstopft. Im 10-Minuten-Takt kommen männliche Kollegen in mein Büro und erzählen mir a) dass sie eigentlich dringend auf Toilette müssten, b) dass das mit dem Klo nicht mehr lange gut geht c) mit welchen Tricks man es doch hinbekommt .. bla bla.

2. Weiß jemand, wann es John Irvings Bis ich dich finde als Taschenbuch gibt?

Zu 1. Die Herrentoilette ist fast das wichtigste Thema in dieser Firma. Nur - mich interessiert es nicht besonders. Ausnahme: An einem 1. April habe ich diese hygienische Problemzone einmal abgeschlossen und den Schlüssel versteckt. Das war ein Spaß, ist aber schon etwas her.

2. Möchte ich wirklich jetzt sofort haben und lesen. Allerdings - mir fehlt sowieso die Zeit.

3.11.06 11:45


Die Sahelzone

Wer mich kennt - das bin wahrscheinlich nur ich alleine - weiß, dass ich mich mit einem Mangel arrangieren kann. Fast immer. Wenn man mir allerdings das wichtigste Element nimmt, werde ich unwirsch.

 

 

Vor zwei Wochen erreichte meine häusliche Blase ein Schreiben unseres Wasserversorgungsunternehmens. Es begann mit den Worten "ich bin in der misslichen Lage …" Wer ist "ich" dachte ich sofort. Aber egal, es ging um die Reparatur eines Schiebers in der Haupttransportleitung. Es wurde angekündigt, dass das Wasser am 08.11.2006 von 18:00 Uhr bis 03:00 Uhr des folgenden Tages abgestellt werden muss. "Bitte bevorraten Sie sich." Auch für die Toilettenspülung sollte genug Wasser bereitgestellt werden. Ha. "Trübungen des Wassers sind nicht gesundheitsschädlich … bla bla.

 

 

Ich wohne in einem kleinen Dorf in dem Bundesland zwischen den Meeren. Allerdings in sehr enger Nachbarschaft zu einer Metropole, die sich Freie und Hansestadt nennen darf. Dort wurde ich glückliches Menschenkind auch einst geboren und wuchs dort auf. Jetzt wohne ich also in der Provinz. OK. Da muss man Einiges akzeptieren.

 

 

Wenn dann irgendwann in der Nacht das Wasser wieder sprudelt, dachte ich, ist es ja gut. Bevor ich dann vor Tag und Tau zur Arbeit aufbrechen muss, kann ich ja wieder meine lebensnotwendige, unersetzliche, beglückende Dusche genießen. Unvorstellbar ist der Gedanke, dem Tag ohne dieses unbeschreiblich schöne Lebenselixier in seine hässliche Fratze zu schauen. Es sei denn, ich bin krank oder weiß, dass ich erst noch ein Läufchen machen werde - um danach ausgiebig zu duschen.

 

 

Es trat das ein, was eintreten musste. Kein Tropfen Wasser heute Morgen. Verbunden mit allen Umständlichkeiten, die sich denken lassen, versuchte ich den morgendlichen Ablauf zu absolvieren. Aber ohne die morgendliche Dusche ist das Alles nichts. Der Tag ist gelaufen. Kollegen, - innen, Chefs und andere Mitmenschen - nehmt Euch in Acht - ich bin übellaunig und werde es bleiben, bis es wieder da ist - das Wasser. Es kann auch kalt sein, macht nichts, Hauptsache …

 

9.11.06 10:27





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