Startseite
    The green pond
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 

http://myblog.de/niue

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
The sea green pond reflects the shining moon …

 

Der Mann in grün hat ihn gebaut. Und noch viel mehr. Er ahnt nicht, was er damit angerichtet hat. Ich bekomme ihn nicht mehr 'raus aus meinem Kopf. Denke an ihn, wenn die Frösche ihr nächtliches Konzert anstimmen und ich blitzwach im Bett liege, wenn die untergehende Sonne sich ein letztes Mal auf der Oberfläche spiegelt, wenn der Sichelmond … nein, halt, DAS hat ein Anderer gesagt. Es soll seine Schöpfung bleiben.

 

Ich hab ja noch notonecta glauca, gerris lacustris und die Hydrophilidae, denn sie sind schon da. Von ganz alleine, obwohl ihr Habitat noch sehr unmöbliert ist. Ich muss mit der Bepflanzung weiterkommen. Ja, die Pflanzen. Die sind auch von ihm. Na bitte, wie soll ich aus dieser Nummer wieder 'raus kommen? Will ich vielleicht gar nicht. Ich genieße es jetzt erst mal. Alles Beides: den seegrünen Teich und seinen kreativen Erbauer.

 

Und was gibt es noch zum Tagesgeschehen zu sagen?

 

1. Wegelagerei der Kraftstoffkosten

 

Der zweitgrößte Besserwisser meiner Welt sagt dann immer: Wir sind nur Manövriermasse des Kapitals.

 

2. Der Rehbock, den ein Mit-Autofahrer heute Morgen fünf Minuten vor mir tot gefahren hat, wollte nicht von mir ermordet werden. Ich bin froh, dass er offensichtlich gleich tot war und werde heute Abend (siehe oben) auf dem Steg noch einmal an ihn denken.

 

24.5.07 12:52


Werbung


Die Sahelzone

Wer mich kennt - das bin wahrscheinlich nur ich alleine - weiß, dass ich mich mit einem Mangel arrangieren kann. Fast immer. Wenn man mir allerdings das wichtigste Element nimmt, werde ich unwirsch.

 

 

Vor zwei Wochen erreichte meine häusliche Blase ein Schreiben unseres Wasserversorgungsunternehmens. Es begann mit den Worten "ich bin in der misslichen Lage …" Wer ist "ich" dachte ich sofort. Aber egal, es ging um die Reparatur eines Schiebers in der Haupttransportleitung. Es wurde angekündigt, dass das Wasser am 08.11.2006 von 18:00 Uhr bis 03:00 Uhr des folgenden Tages abgestellt werden muss. "Bitte bevorraten Sie sich." Auch für die Toilettenspülung sollte genug Wasser bereitgestellt werden. Ha. "Trübungen des Wassers sind nicht gesundheitsschädlich … bla bla.

 

 

Ich wohne in einem kleinen Dorf in dem Bundesland zwischen den Meeren. Allerdings in sehr enger Nachbarschaft zu einer Metropole, die sich Freie und Hansestadt nennen darf. Dort wurde ich glückliches Menschenkind auch einst geboren und wuchs dort auf. Jetzt wohne ich also in der Provinz. OK. Da muss man Einiges akzeptieren.

 

 

Wenn dann irgendwann in der Nacht das Wasser wieder sprudelt, dachte ich, ist es ja gut. Bevor ich dann vor Tag und Tau zur Arbeit aufbrechen muss, kann ich ja wieder meine lebensnotwendige, unersetzliche, beglückende Dusche genießen. Unvorstellbar ist der Gedanke, dem Tag ohne dieses unbeschreiblich schöne Lebenselixier in seine hässliche Fratze zu schauen. Es sei denn, ich bin krank oder weiß, dass ich erst noch ein Läufchen machen werde - um danach ausgiebig zu duschen.

 

 

Es trat das ein, was eintreten musste. Kein Tropfen Wasser heute Morgen. Verbunden mit allen Umständlichkeiten, die sich denken lassen, versuchte ich den morgendlichen Ablauf zu absolvieren. Aber ohne die morgendliche Dusche ist das Alles nichts. Der Tag ist gelaufen. Kollegen, - innen, Chefs und andere Mitmenschen - nehmt Euch in Acht - ich bin übellaunig und werde es bleiben, bis es wieder da ist - das Wasser. Es kann auch kalt sein, macht nichts, Hauptsache …

 

9.11.06 10:27


Weltbewegendes

Zwei Dinge bewegen mein heutiges Universum:

1. Die Herrentoilette ist offenbar verstopft. Im 10-Minuten-Takt kommen männliche Kollegen in mein Büro und erzählen mir a) dass sie eigentlich dringend auf Toilette müssten, b) dass das mit dem Klo nicht mehr lange gut geht c) mit welchen Tricks man es doch hinbekommt .. bla bla.

2. Weiß jemand, wann es John Irvings Bis ich dich finde als Taschenbuch gibt?

Zu 1. Die Herrentoilette ist fast das wichtigste Thema in dieser Firma. Nur - mich interessiert es nicht besonders. Ausnahme: An einem 1. April habe ich diese hygienische Problemzone einmal abgeschlossen und den Schlüssel versteckt. Das war ein Spaß, ist aber schon etwas her.

2. Möchte ich wirklich jetzt sofort haben und lesen. Allerdings - mir fehlt sowieso die Zeit.

3.11.06 11:45


Kalte Leidenschaft

Und schon ist auch Halloween vorbei. Passend dazu - wie ein kalter Hauch - die Minusgrade. Ich konnte gar nicht schnell genug die Außenwasserhähne abstellen, was wahrscheinlich übervorsichtig war, und empfindliche Kübelpflanzen ans Haus, in geschützte Ecken ziehen, was wiederum wahrscheinlich heute Nacht zu wenig war.

Aber die Fahrt heute Morgen durch eine mit Raureif überzogene Landschaft entschädigt. Die Sonne ging gerade auf und brachte alles zum Glitzern. Leider war ich auf dem Weg zur Arbeit. Ach, ich hätte fahren und fahren können - irgendein schöner Ausflug, vielleicht ein geschenkter Tag am Meer. Aber nein, ich fahre ins Büro. Und jetzt sitze ich hier. Vielleicht sollte ich doch einmal schwach werden - eines Tages.

 

Der Hang zur Disziplin kämpft in mir mit zunehmendem Alter gegen eine gewisse Genusssucht (mit drei "s" sieht das jetzt wirklich komisch aus). Ersteres muss anerzogen sein, das Carpe-Diem-Gefühl ist in mir und nimmt immer mehr Besitz von mir. Montags bis freitags behindert dieser Konflikt meinen Alltag. Ist das schon der Anfang einer gespalteten Persönlichkeit? Nein, ich glaube fest daran, das es der ganz normale Wahnsinn ist. Punkt. Aus.

Zurück zur Disziplin und in froher Erwartung des Wochenendes. Das beabsichtige ich mit Anbringen von Jalousien und Rollos und Zusammenbauen von Möbeln zu verbringen. Unglaublicherweise bedeutet das für mich Genuss. Es wird mir immer klarer, dass ich doch nicht ganz normal bin.

3.11.06 09:19


Sommer und aus.

Seit ein paar Wochen renne ich durch Spinnenweben. Ich durchbreche sie wie ein Läufer das Zielband. Manchmal hängt die Erbauerin irgendwo an mir, manchmal auch die erbeuteten Opfer. Oft sehe ich das Gespinst samt Bewohnerin und versuche mir den genauen Standort einzuprägen. Morgens, wenn ich dann aus dem Haus haste, laufe ich in die Falle.

Dieser Text ist nichts für Personen mit Spinnenphobie. Ein bisschen unangenehm sind diese Erlebnisse für mich schon, aber meine Bewunderung für die Schönheit dieser Kunstwerke überwiegt.

 

Mit den Weben zieht sich auch der Sommer zurück. Das Sonnenlicht verändert sich, und heute Nacht wurde das letzte Zirpen der Grillen vom Regen weggewaschen. Das offene Fenster musste ich heute Nacht bei immer stärker werdendem Regen auf die Kippstellung reduzieren. Kroch zurück ins Bett und dachte: Das war's jetzt. Auch ein noch so schöner Spätsommer ist irgendwann mal zu Ende.

Am vergangenen Sonnabend war ich noch einmal an der See. Der Sand war zwar noch nicht kalt, aber dafür die Ostsee. Meine Füße schätzten ca. 15°C, und dann ist das dem Rest meines Körpers zu wenig. Ich hab mich von den Möwen und Steinen für dieses Jahr verabschiedet und ein finales Fischbrötchen gegessen.

Was war das eigentlich für ein Sommer? Juni und Juli waren super und genau richtig für mich. Vorher drei Wochen Borneo. Ach. Und der August? In unseren Breiten war das gar nix. Anfang September in Dänemark. Naja. Erst als ich wieder zu Hause war, drehte der Sommer noch 'mal auf. Zwischendurch hab' ich mich verliebt, in jemand Unerreichbaren. Etwas völlig Blödes und irreal. Ich war so weit, es der sommerlichen Hitze zuzuschreiben. Jetzt werde ich versuchen, es mit der Herbstkühle zu beenden, diese Träumereien und Irrsinn der Liebe. Das habe ich schon einmal im August versucht, aber der Stachel steckte einfach noch.
Ein guter Ansatz für ein Ende, schließlich bin ich Realist.

 

 

27.9.06 12:24


Guten Appetit

Etwas leer und ausgehöhlt komme ich gestern Abend endlich in heimatlichem Carport an. Diese Ortsdurchfahrt, die für Wochen eine einzige Baustelle ist, nervt.

 

Mein Blick fällt auf einen großen Stein im Garten, auf den Zenk, der Buntspecht, hektisch einhämmert. Das ist sonst nicht seine Art. Seine Schmieden befinden sich fast alle in der großen Akazie. Aber er hämmert auch gar nicht. Er pickt eifrig beflügelte Ameisen, die sich alle den heutigen Tag zum Schwärmen ausgesucht haben. 

 

Vor ein paar Tagen wollte ich noch Ameisenpulver an dieser Stelle streuen, weil sich unter dem Stein ein Leerrohr mit Stromanschluss befindet und der Bau Ausmaße angenommen hat, die mir Sorgen machten. Jetzt bin ich froh, dass Zenk auf diese Weise zu seiner Eiweißmahlzeit gekommen ist. Und wer braucht an   d e r   Stelle wirklich Strom .. Ts.
18.8.06 09:40


Gewitter

sind für mich etwas Wunderbares. Egal, wo man sie erlebt. Ich setze dabei voraus, dass man die allgemein bekannten Verhaltensregeln anwendet.

Ich habe eine persönliche Gewitterskala von 1 - 10.

"1" wären zwei Donnerschläge ganz weit entfernt, drei Tropfen Regen, aus.

Unter 10 habe ich ein Gewitter eingeordnet, das ich in Borneo, Sarawak, mitten im Regenwald genoss - auf einem Bett - bei einer sehr intimen Beschäftigung. Vorher waren wir bei einer Bootstour gänzlich nass geworden.
Es gibt noch ein 2. Gewitter in Borneo. Dieses Mal Sabah, wieder Regenwald und ein Bett,  Jahre später. Ohne den intimen Akt. Dieses Gewitter würde ich deshalb unter "5" einordnen, trotz Borneo.
Jeder sollte bei Gewitter etwas Schönes erleben oder bei diesem Naturschauspiel an etwas Schönes denken oder es einfach als etwas Wunderbares erleben.

17.8.06 15:14


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung